JayVii

@lagedernation @vieuxrenard über die neue XXL-Folge LdN 357 habe ich mich sehr gefreut! An einer Stelle hätte ich jedoch noch eine Rückfrage.

Im Kapitel zur Schuldenbremse/Finanzhaushalt (ab ca. 00:29:10) sagt ihr, dass eine CO2 Steuer überdurchschnittlich die Haushalte treffen würde, die ohnehin nur schlecht über die Runden kommen. "Und diese Kosten treffen vor allem Menschen mit weniger finanziellen Ressourcen. Diese Menschen werden durch so eine Erhöhung des CO2-Preises überdurchschnittlich belastet".

Auch wenn jegliche zusätzliche Steuerbelastung für diese Haushalte sicherlich spürbar und mitunter auch kritisch sein könnte, ist es nicht eher so, dass reichere Haushalte tendenziell anteilig mehr belastet werden (auch wenn es bei diesen nicht zu Engpässen kommen wird) da sie auch im Schnitt überproportional mehr CO2 erzeugen? Genau das war ja der zentrale soziale Aspekt an dieser Steuer. Weil eine pro-Kopf-Auszahlung an Haushalte automatisch zu einer sozial gerechteren Umverteilung führen würde, wie ihr das selbst ja schon mehrfach erklärt hattet. Ihr geht natürlich auch darauf ein, dass absehbar kein Klimageld ausgezahlt werden kann/wird. Dennoch würden nach meinem Verständnis einer CO2-Steuer doch finanziell stärkere Haushalte mehr belastet als finanziell schwächere.

Habe ich hier etwas übersehen oder euch im Beitrag falsch verstanden? Denn klar ist (wie von euch angesprochen), wenn kein Klimageld ausgezahlt, die CO2-Steuer aber erhöht wird, kann es für einige ärmere Haushalte tatsächlich kritisch werden.